Skip to main content
Meine kleine Technikwelt

Routerstandort im Haus

In diesem Beitrag geht es um typischerweise mit dem Glasfaseranschluss der Deutschen Glasfaser (DG) zusammenhängende Standortfragen des WLAN-Routers im Haus. 

Zunächst ist generell darauf hinzuweisen, dass man einen WLAN-Router möglichst zentral in der Wohnung / im Haus aufstellen sollte, damit die Abdeckung bestmöglich ist. Dies soll an dieser Stelle jedoch nicht vertieft werden. Nähere Informationen hierzu erhält man z.B. auf den Seiten von AVM zur FritzBox.

Wichtigster Standortfaktor für einen Router im Netz der DG ist primär der Ort, an dem sich der sog. NT (Abkürzung für "Network Termination" = Glasfasermodem) im Haus befindet, denn idealerweise sollte sich der Router in dessen Nähe befinden. Wie generell der Leitungsweg im Haus bei Anschlüssen der DG aussieht, kann man auf den Seiten der DG (Leitungswege und Hausanschluss) nachlesen.

Bei uns befindet sich der NT beispielsweise im Technikraum, der im Keller ist. Hinzu kommt, dass in unserem Technikraum auch die in allen wichtigen Räumen des Hauses verbauten Netzwerkdosen über ein Patchfeld zusammenlaufen, d.h. dort sind die Netzwerkkabel, die die Netzwerkdosen mit Internet versorgen, über einen Gigabit-Switch an den Router anzuschließen. Somit mussten und wollten wir unsere FritzBox 7590 im Keller neben dem NT montieren. An der FritzBox kann dann der Gigabit-Switch angeschlossen werden, der alle Netzwerkdosen im Haus direkt mit schnellem Internet versorgt.

Dies führte indes zu Folgeproblemen:

  • Das WLAN-Netz für unsere diversen mobilen Endgeräte (Smartphones, Tablets, Laptops) reicht aus dem Keller nicht bis in das ganze Haus (drei Etagen: Keller, Erdgeschoss, Obergeschoss).
  • Drahtlose (DECT-) Telefone haben jedenfalls im Obergeschoss keinen ausreichenden Empfang zur FritzBox im Keller.
  • Unser (natürlich analoges) Faxgerät braucht im Erdgeschoss einen Anschluss an den Router.


Diese Folgeprobleme haben wir auf folgende Art und Weise gelöst:


1. Das WLAN-Netz

Der Vorteil eines aktuellen FritzBox-Modells wie der 7590 ist die Möglichkeit, WLAN Mesh zu nutzen. Mehrere Geräte, also die FritzBox und damit verbundene Repeater, werden hierdurch zu einem einzigen Netz zusammengefasst, haben also denselben Namen und nutzen dasselbe Passwort. Die Übergänge innerhalb des Netzes erfolgen schneller und ohne Abbruch, was häufiger bei durch Repeater erweiterten Netzen ohne Mesh zu beobachten ist.

Zu diesem Zweck haben wir im Haus - neben der FritzBox 7590 im Keller - zwei FritzRepeater im Einsatz.

Im Erdgeschoss haben wir das frühere Spitzenmodell von AVM, den FritzRepeater 3000, installiert. Diesen haben wir über eine Netzwerkdose per LAN an die FritzBox angeschlossen, nutzen also die LAN-Brücke, was sich von der Geschwindigkeit her deutlich bemerkbar macht:  Im Wohnzimmer liegt hierdurch im 5 GHz-Netz die maximal von uns bei der DG gebuchte Geschwindigkeit an. Wer im Haus keine Netzwerkdosen verbaut hat und auch sonst keine Möglichkeit hat, vom Router zum Repeater ein LAN-Kabel zu ziehen, kann immer noch auf die WLAN-Brücke der FritzBox zurückgreifen, was sich dann allerdings möglicherweise bei der Download-Geschwindigkeit negativ bemerkbar macht, denn diese wird dann bei den meisten FritzRepeatern in etwa halbiert. Ausnahmen stellen in dieser Hinsicht neben dem FritzRepeater 3000 auch die aktuellen FritzRepeater 6000 und FritzRepeater 3000 AX dar, die über insgesamt 3 WLAN-Funkeinheiten (davon 2 x 5 GHz) verfügen, womit der erwähnte Effekt nicht auftritt.

Für das Obergeschoss nutzen wir ein kleineres Repeater-Modell von AVM, nämlich den FritzRepeater 1200 AX. Auch dieses bietet aber Mesh, die Anbindung als LAN-Brücke und wird mit der aktuellen Firmware (7.x) versorgt.

Wie man einen oder mehrere Repeater mit der FritzBox 7590 zu einem Mesh-WLAN verbindet und die Zugangsart von WLAN-Brücke auf LAN-Brücke ändert, ist auf den Seiten von AVM gut beschrieben.


2. Die drahtlosen (DECT-) Telefone

Wie oben bereits geschrieben, können wir die DECT-Basis-Funktion der im Keller befindlichen FritzBox 7590 aufgrund ihres Standorts nicht nutzen, um damit drahtlose Telefone anzumelden.

Wir haben deshalb im Erdgeschoss ein VoIP-Telefon mit eigener DECT-Basis installiert, welches über eine der Netzwerkdosen per LAN an der FritzBox angeschlossen ist. Wir nutzen hierzu Gigaset GO, konkret das Gigaset S850A GO, mit dem wir sehr gute Erfahrungen gemacht haben und welches im Zusammenspiel mit einer FritzBox 7590 an einem Glasfaseranschluss der DG perfekt funktioniert. Es ist mittlerweile nicht mehr erhältlich, dafür gibt es ein Nachfolgemodell mit derselben Technik: Gigaset E630A GO.

Bei uns ist die FritzBox die "Telefonzentrale", d.h. dort sind alle von uns genutzten Rufnummern (von der DG wie auch von VoIP-Anbietern) registriert und alle genutzten Telefone werden in der FritzBox als eigenes Telefoniegerät angelegt. Die Rufnummernzuweisung erfolgt daher ebenfalls in der FritzBox, ebenso wie mit eingehenden Anrufen verfahren werden soll und über welche "Leitung" ausgehende Telefonate geführt werden sollen.

Nachfolgend die wichtigsten Schritte, um das Gigaset S850A GO an der FritzBox 7590 anzumelden und darüber zu telefonieren:

  • Zunächst sind alle Rufnummern, die man verwenden möchte, in der FritzBox zu registrieren. Wie dies funktioniert, ist im Kapitel Telefonie einrichten nachzulesen.
  • Sodann muss für jede einzelne Rufnummer, die man am Gigaset S850A GO nutzen möchte, ein eigenes Telefoniegerät in der FritzBox angelegt werden. Warum? Weil man ansonsten den DECT-Mobilteilen, die an die Gigaset GO-Box angemeldet sind, keine unterschiedlichen Rufnummern zuweisen kann! Würde man nur ein Telefoniegerät (also z.B. "das" Gigaset) in der FritzBox anlegen und diesem z.B. in der FritzBox alle drei Rufnummern zuweisen, würden - wenn man mehr als ein Mobilteil an der DECT-Basis angemeldet hat - alle Mobilteile gleichzeitig auf alle zugewiesenen Rufnummern reagieren. Man könnte dann z.B. nicht einstellen, dass das Mobilteil oben im Schlafzimmer nur klingeln darf, wenn ein Anruf auf der Rufnummer mit den Endziffern 123 und im Büro nur Anrufe auf der Rufnummer mit den Endziffern 124 eingeht. Dann würden alle Mobilteile immer gleich klingeln... Somit ist logisch, dass man in der FritzBox für mehr als eine Rufnummer am Gigaset auch mehrere Telefoniegeräte anlegen muss. Diese können dann im Konfigurationsmenü des Gigaset auf die einzelnen Mobilteile "verteilt" werden.
  • Ein neues Telefoniegerät in der FritzBox 7590 wird im Konfigurationsmenü unter "Telefonie" > "Telefoniegeräte" angelegt. Dort klickt man auf "Neues Gerät einrichten". Im dann erscheinenden Menü wählt man "Telefon (mit und ohne Anrufbeantworter)" und anschließend Weiter. Schließlich wählt man "LAN/WLAN (IP-Telefon)" und man kann dem Gerät einen eigenen Namen geben (z.B. Gigaset Nummer 123).
  • Nach weiterem Klick auf Weiter erscheint ein Menü, in dem man die eigentlichen Zugangsdaten für die Rufnummer, die man im Gigaset verwenden möchte, festlegt (siehe Bild 1). Diese Zugangsdaten auf einem Zettel notieren und gut aufbewahren, denn diese benötigt man später bei der Einrichtung der Rufnummern im Gigaset Konfigurationsmenü! Bei Benutzernamen wählt man am besten einen aussagekräftigen Namen, mit dem man später die einzelnen Rufnummern noch zuordnen kann. Der Name muss mindestens 8 Zeichen lang sein. Gleiches gilt für das Passwort, bei dem man aus Sicherheitsgründen große und kleine Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen verwenden sollte. Die im Bild zu sehenden Angaben sind nur beispielhaft und müssen individuell abgeändert werden. Der Registrar ist immer "fritz.box" oder die IP-Adresse der FritzBox, normalerweise also 192.168.178.1. 

Bild 1:

  • Nach einem weiteren Klick auf Weiter wählt man noch aus, über welche in der FritzBox registrierte Telefonnummer(n) Gespräche geführt und auf welche reagiert werden soll. Hier sollte jeweils nur eine einzige Rufnummer ausgewählt werden, damit man die Rufnummern in der Gigaset Zentrale auf die einzelnen Mobilteile verteilen kann! Nach zweimaligem Klick auf Weiter wird alles noch mal in der Zusammenfassung angezeigt, man klickt sodann auf "Übernehmen". Die Änderung ist noch mit einem an die FritzBox angeschlossenen Telefon zu quittieren bzw. auf der FritzBox eine beliebige Taste zu drücken, sobald man hierzu aufgefordert wird.
  • Als nächstes sind die soeben eingestellten Zugangsdaten im Konfigurationsmenü des Gigaset S850A GO einzugeben. Das Konfigurationsmenü der Gigaset GO-Box erreicht man über deren IP-Adresse im Heimnetz ganz normal über einen Browser. Sobald man sich dort mit seinem Passwort eingeloggt hat, ist "Einstellungen" und anschließend "Telefonie" auszuwählen. Dort sieht man eine Übersicht der Verbindungen, wobei man insgesamt 6 IP-Rufnummern anlegen kann (siehe Bild 2).

Bild 2:

  • Sodann ist "Bearbeiten" neben einer noch leeren Verbindung zu wählen. Auf der nächsten Seite können die Zugangsdaten manuell eingegeben werden. Zu empfehlen ist jedoch die Verwendung des "Konfigurationsassistenten", den man über die entsprechende Schaltfläche startet. Damit ist die Einrichtung deutlich einfacher, weil die optimalen Grundeinstellungen für den jeweiligen VoIP-Anbieter bereits voreingestellt sind.
  • Im nächsten Fenster gibt es ein paar einleitende Worte, die man mit "Weiter >" bestätigt. In der folgenden Länderliste ist "Deutschland" in der Regel voreingestellt, dies wird mit "Weiter >" bestätigt. Aus der folgenden Providerliste wählt man nun "Fritz!Box" (dritter Eintrag von oben) aus. Wieder wird mit "Weiter >" bestätigt. Bei den folgenden "persönlichen Providerdaten" werden die eben in der FritzBox festgelegten Daten eingegeben (siehe Bild 3).

Bild 3:

  • Nach dem Klick auf "Weiter >" erscheint der Text "VoIP-Verbindung wird angemeldet, bitte warten ...". Wenn alles korrekt eingegeben wurde, erscheint eine entsprechende Erfolgsmeldung im Browser und die eingerichtete Verbindung kann in der Verbindungsliste des Gigaset Konfigurationsmenüs gesehen werden. Dort bitte darauf achten, dass das Häkchen "Aktiv" gesetzt ist.
  • Den Vorgang wiederholt man für jede einzelne Rufnummer, die man im Gigaset später verwenden möchte. Wichtig: Bei den Verbindungsdaten in der FritzBox pro Telefoniegerät nur eine Rufnummer zuweisen und den Benutzernamen so wählen, dass man die Rufnummer im Gigaset noch auseinander halten kann. Im Gigaset-Konfigurationsmenü wird pro Rufnummer eine neue Verbindung zur FritzBox erstellt.
  • Sind alle "Telefoniegeräte" pro Rufnummer für das Gigaset in der FritzBox und im Gigaset eingerichtet, kann man im Konfigurationsmenü des Gigaset S850A GO unter "Telefonie" > "Nummernzuweisung" die einzelnen Verbindungen (also die Rufnummern) seinen an der GO-Box angemeldeten Mobilteilen zuweisen (siehe Bild 4). Danach den Klick auf "Sichern" nicht vergessen. Auf dem Bild sind 3 Mobilteile (INT 1-3) zu sehen, denen unterschiedliche Verbindungen (= Rufnummern) für ein- und ausgehende Verbindungen zugewiesen werden.

Bild 4:


3. Das Faxgerät

Das Faxgerät benötigt als analoges Telefoniegerät einen Anschluss an einen RJ11- oder TAE-Anschluss des Routers, siehe auch das Kapitel Faxgerät anschließen. Wenn sich der Router wie bei uns im Keller befindet, hat man im Erd- oder Obergeschoss, wo das Faxgerät steht, natürlich ein Problem mit dem Anschluss. Eine (günstige) Möglichkeit wäre es, ein entsprechend langes Telefonkabel quer durch das Haus zu verlegen. Das sieht aber unschön aus, wenn man nicht gerade überall Unterputz-Leerrohre verlegt hat, in denen das Telefonkabel verschwinden kann. Sonst ist das keine wirkliche Alternative.

Wir konnten aber die bei uns vorhandenen Netzwerkdosen auch für Telefoniegeräte wie das Faxgerät nutzbar machen. Hierzu benötigt man in der Nähe des Faxgerätes einen Netzwerkanschluss, der mit dem Router verbunden ist (siehe oben Abschnitte 1 und 2, wo hierauf bereits eingegangen wird). Alternativ - sofern keine Netzwerkdosen im Haus verbaut sind - kann man auf Powerline-Adapter setzen, die eine Steckdose in der Nähe des Faxgeräts und in der Nähe des Routers benötigen. Auch hier gibt es aus dem Hause AVM mehrere Geräte zur Auswahl wie z.B. das FritzPowerline 1220 Set.

Hat man einen Netzwerkanschluss, schließt man an diesen entweder einen VoIP-Telefonadapter wie den Cisco SPA112 2-Port Phone Adapter an, von dem allerdings nur noch Restbestände verkauft werden. Nachteil hieran ist, dass die Einrichtung dieses Adapters relativ kompliziert ist. Am einfachsten ist es dann jedoch auch hier, den Adapter als Telefoniegerät in der FritzBox 7590 anzulegen, wie oben im Abschnitt 2 erklärt, und dann im Cisco die Verbindungsdaten, die man in der FritzBox angelegt hat, einzutragen. Auf das Telefoniegerät legt man in der FritzBox 7590 dann nur die Telefonnummer, die als Faxnummer verwendet werden soll.

Ich habe mich aus Kosten- und Praktikabilitätsgründen dafür entschieden, statt dem Cisco Adapter eine ältere FritzBox hinter der eigentlichen FritzBox 7590 im Client-Modus zu betreiben. Hierfür nutze ich die FritzBox 7170, die man gebraucht im Internet für etwa 10 Euro aufwärts bekommt.

  • Wie man die FritzBox 7170 im Client-Modus hinter einer anderen FritzBox betreibt, wird auf den Seiten von AVM gut erklärt. Statt der FritzBox 7170 kann man auch andere FritzBox-Modelle verwenden. Der Vorteil der 7170 (oder einer vergleichbar alten FritzBox) ist jedoch, dass diese auch das Impulswahlverfahren (IWV) sehr gut und vor allem nativ beherrscht, was z.B. auch für den Anschluss alter Telefone eine gute Voraussetzung ist (siehe hierzu das Kapitel Alte Telefone an der FritzBox).
  • Im Konfigurationsmenü der FritzBox 7590 wird (wie beim Cisco) die FritzBox 7170 als eigenes Telefoniegerät eingerichtet und die entsprechende Faxnummer zugewiesen (siehe wiederum oben Abschnitt 2).
  • Im Konfigurationsmenü der FritzBox 7170 ist dann unter "Telefonie" > "Internettelefonie" > "Neue Internetrufnummer" die Faxnummer einzurichten (siehe Bild 5). Als Internettelefonie-Anbieter wählt man "anderer Anbieter". Unter "Internetrufnummer" trägt man die zugewiesene Rufnummer des Faxgerätes ein. Unter "Benutzername" und "Kennwort" werden die in der FritzBox 7590 eingerichteten Verbindungsdaten für die FritzBox 7170 eingetragen. Wichtig ist noch der Punkt "Registrar". Dort sollte - da man ja mehr als eine FritzBox im Heimnetz betreibt - nicht "fritz.box", sondern die IP-Adresse der FritzBox 7590 eintragen, meist also "192.168.178.1"! Das Speichern mit "OK" ist nicht zu vergessen.

Bild 5:

  • Das Faxgerät wird mittels eines Telefonkabels an einem der FON-Eingänge der FritzBox 7170 angeschlossen und im Konfigurationsmenü über die Menüpunkte Telefonie > Telefoniegeräte > "Neues Gerät einrichten" eingerichtet. Dabei wählt man "Faxgerät" und den korrekten Anschluss, z.B. "FON1 (analog)", aus. Dem Faxgerät weist man dann die oben eingerichtete Internettelefonnummer sowohl für ein- als auch ausgehende Faxe zu. Die weitere Einrichtung des Faxgerätes in der FritzBox 7170 ist selbsterklärend.
  • Die Ausführungen im Kapitel Faxgerät anschließen betreffend die Konfiguration des Faxgerätes an einem VoIP-Anschluss sowie die Durchführung eines Funktionstests gelten auch hier analog.


Ihnen hat der Artikel geholfen und Sie möchten sich bedanken? Dann bitte hier entlang


Kommentare / Fragen

AJ
28.11.2023 02:50

Hallo Stephan,
vielen Dank für die schnelle Antwort.
Die Doku von AVM hatte ich "durchgearbeitet". Allerdings habe ich das mit dem STUN-Server nicht begriffen und auch nicht benutzt.
Ein altes Telefon mit MFV anschließen werde ich versuchen, wenn ich ein solches Telefon gefunden haben sollte. Vielleicht hat ja jemand im Freundeskreis noch so eines herumstehen, ich werde mich mal umhören.
Aber nun kommen die für ich überraschenden und positiven Neuigkeiten:
Irgendwo hatte ich gelesen, dass IWV auch an einer Fritzbox 7490 funktioniert. Die habe ich auch, und somit konnte ich nun ein altes Tastentelefon "YoungFashion" der Telekom (nur mit IWV) erfolgreich an die 7490 anschließen, klasse!
Und mein altes W48 habe ich nun wieder an die bestehende Leitung an meine Haupt-Fritzbox 7590 angeschlossen und - oh Wunder! - da funktioniert plötzlich das IWV auch. Bin begeistert!
Wenn ich Neues berichten kann, werde ich mich wieder melden.
Viele Grüße
AJ

Stephan (Webmaster)
27.11.2023 20:02

Hallo AJ,

vielen Dank für Deinen Beitrag. Da Du schon einen entsprechenden Kreuztausch gemacht hast, kann man das W48 als Ursache wahrscheinlich ausschließen, zumal auch ein anderes altes Telefon an der 7170 nicht funktioniert. Damit bleibt als Ursache nur die FritzBox 7170. Entweder diese hat einen Defekt (immerhin ist das Modell schon fast 20 Jahre alt und damit wäre ein Defekt nicht unwahrscheinlich), andererseits könnte es auch an den Einstellungen liegen.

Hast Du mal folgendes Wissensdokument von AVM zur 7170 durchgearbeitet: https://avm.de/service/wissensdatenbank/dok/FRITZ-Box-7170/119_Gesprachspartner-horen-sich-nicht/

Interessant wäre noch, ob ein „modernes“ Telefon mit MFV (also Tonwahl) am Fon-Anschluss der 7170 normal funktioniert, also nicht über DECT oder den S0-Anschluss. Kannst Du das irgendwie mal ausprobieren?

Wenn das alles nichts hilft tippe ich auf einen Hardwaredefekt der 7170, denn ich habe hier bei mir im Haus mehrere 7170 hinter einer 7590 im Betrieb und alle Telefone, auch ein W48, funktionieren einwandfrei.

Viel Erfolg!
Gruß Stephan

AJ
27.11.2023 00:50

Hallo zusammen,
ich habe nach der hier hervorragend geschilderten Anleitung erfolgreich ein altes Telefon W48 an eine Fritzbox 7170 angeschlossen und die 7170 ihrerseits an meine Fritzbox 7590 angeschlossen. Das Telefon kann nach außerhalb wählen und es klingelt auch bei Anrufen. Aber das Micro geht nicht, d.h. der Anrufer außerhalb kann nichts vom W48 hören. Am W48 liegt es nicht, denn 1) funktioniert das Sprechen über eine Fritzbox 7390 einwandfrei (da allerdings nicht das Wählen mit IWV) und 2) geht das Sprechen auch mit einem anderen alten Telefon nicht. Ich habe schon alle Parameter fürs Telefonieren in der 7170 geprüft und mit denen in der 7390 verglichen, aber erfolglos. Hat jemand einen Tipp für mich?
Beste Grüße von AJ

Stephan (Webmaster)
03.04.2023 19:13

Hallo Nico,
nein, die FritzBox 7170 lässt sich als IP-Client nur per LAN 1 mit dem Hauptrouter verbinden, nicht per WLAN, siehe auch: https://avm.de/service/wissensdatenbank/dok/FRITZ-Box-7170/106_FRITZ-Box-fur-Betrieb-mit-anderem-Router-einrichten/

Alternativ könntest Du statt einer 7170 auch eine 7590 oder 7490 verwenden, dort klappt es über WLAN: https://avm.de/service/wissensdatenbank/dok/FRITZ-Box-7590/1040_Vorhandener-Zugang-uber-WLAN-in-FRITZ-Box-einrichten/

Die 7170 empfiehlt sich vor allem, wenn man alte Telefone mit IWV anschließen will. Ansonsten kann man auch eine modernere FritzBox als Client nutzen.

VG Stephan

Nico
03.04.2023 13:10

Hallo,

Muss die 7170 mit Netzwerkkabel angebunden werden, oder könnte ich diese auch als WLAN Client einsetzten um dann ein Telefon anzuschließen?